04. Februar 2014

Die Fassade: DURApatina
Natürlich, ökonomisch und einfach schön.

Gerade im Bereich des öffentlichen Bauwesens liegt das Augenmerk immer stärker auf der Minimierung von
langfristigen Unterhalts- und Folgekosten. Deshalb – und weil sie einfach schön ist – fiel die Wahl des Fassaden-
materials für das Kinderhaus Wirbelwind auf die vorgegraute DURApatina Fassade aus unserem Sortiment.

Die Weißtanne – das Basismaterial für die DURApatina Fassade – stammt hauptsächlich aus dem Allgäu und
dem Schwarzwald. Der Mindestdurchmesser der Erdstämme für die Profile beträgt 60 bis 70 cm. So ist es möglich,
ausschließlich Rifts und Halbrifts zu verwenden, was sich positiv auf ihre Formstabilität auswirkt.

Und auch die sägeraue Qualität der Fassadenelemente hat nicht nur optische, sondern vor allem funktionale
Gründe. Denn der feine Bandsägeschnitt durchtrennt das Holz entlang des natürlichen Faserverlaufs. Ähnlich
wie bei der Axtspaltung werden so weniger Kapillaren geöffnet, was die Lebensdauer der Fassade erhöht.

Das von Dura Sidings entwickelte Floatbrushverfahren ist allerdings die größte Wunderwaffe des innovativen
Produktes: Es macht die Fassade zur pflegefreien, ökonomischen Lösung für die Gebäudehülle.
Hierbei werden die einzelnen Profile allseitig mehrfach geflutet. Das Beschichtungsmaterial wird stark in die
Struktur eingearbeitet, eswerden höhere Einbringmengen und –tiefen erreicht und es entsteht ein gleichmäßiges
Holzbild.

Entscheidende Argumente für die Weißtanne als Ausgangsmaterial sind darüber hinaus das Fehlen von
Harzgallen und die spezielle Zellenstruktur des Nadelholzes. Bei der Oberflächenveredelung können deshalb
höchste Beständigkeit und Effektivität erreicht werden. Darüber hinaus machen sie das Abblättern der Be-
schichtung unmöglich.

DURApatina ist auch in Keilzinkung erhältlich. Diese wird im SRAYBOND-Verfahren mit einem Hochleistungs-
klebstoff hergestellt. Der Klebstoff erfüllt höchste Anforderungen für tragende Holzbauteile nach DIN1052 und
ist bauaufsichtlich durch das Deutsche Institut für Bautechnik zugelassen. Durch die Keilzinkung stehen
größere, astfreie Längen in einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis zur Verfügung.

Ihre persönlichen Ansprechpartner im Holzbau Martin Maier (Bayern), Alexander Döhner (Baden-Württemberg Ost) und
Sebastian Früh (Baden-Württemberg West) beraten Sie gerne individuell!



Objekt:           Kinderhaus Wirbelwind
Bauherr:        Stiftung KBZO Weingarten
Architekt:      Lanz-Schwager, Konstanz
Statik:            Merz-Kley-Partner, Dornbirn


 

Die Konstruktion: Brettsperrholz

700 Kubikmeter Brettsperrholz sorgen für uneingeschränkte Sturmfestigkeit im
Kinderhaus Wirbelwind

Es ist massiv, verfügt über vorbildliche statische Eigenschaften und ist in seiner raumbildenden Wirkung attraktiv:
Im Wohngebäudebau ist Brettsperrholz als Konstruktionswerkstoff schon seit Längerem auf dem Vormarsch. Nun
haben wir uns in Zusammenarbeit mit den Planern und Architekten des Kinderhauses Wirbelwind daran gemacht,
die überzeugenden Attribute von Brettsperrholz für die Kinder und Mitarbeiter zu nutzen. Wir lieferten für die tragende
Konstruktion des Kinderhauses 700 Kubikmeter des von uns fertig konfektionierten und individualisierten Brettsperr-
holzes MM crosslam.

Gerade wenn es um den Bau von Kindertagesstätten geht, liegt der Fokus immer stärker auf der ökologischen und
gesundheitlichen Unbedenklichkeit der Materialien: Brettsperrholz überzeugt durch seine Natürlichkeit und Nach-
haltigkeit. Nicht zuletzt kamen dem Vorhaben auch die hervorragenden bauphysikalischen Eigenschaften des
Brettsperrholzes zugute. Der kreuzweise Aufbau aus hochwertigem Fichtenholz gewährleistet durch die dauerhafte
Verklebung formstabile und steife Bauteile. Daneben bewies das Brettsperrholz in der Konstruktion weitere Stärken:
Seine geringe Konstruktionsstärke ermöglichte einen maximalen Raumgewinn. Dank seiner Flexibilität bindet Brett-
sperrholz nicht an vorgegebene Raster. Auch in Sachen Formstabilität und Maßhaltigkeit steht Brettsperrholz als
tragendes Baumaterial Beton oder Stein in nichts nach. Daneben profitierte der Bauträger auch von der kurzen
Bauzeit, die mit Brettsperrholz als Basis realisierbar war. Denn anders als bei gängigen Baumaterialien fällt hier
die Trocknungszeit ganz einfach weg.

Für die größtenteils einseitig sichtbaren Innenwände stellten wir 1250 m2 als BSP 3S Platten in 100 mm
33/34/33 mm Schichtaufbau. Die ausgesuchten Deckenlamellen mit gesunden, fest verwachsenen Ästen
sorgen für natürliches und gesundes Klima im Kinderhaus.

Genauso wie die Decken des Kinderhauses: Hierfür wurden 1900 m2 des Holzes als 7ss BSP Platten im 208 mm
33/34/19/34/19/34/34 mm Schichtaufbau verarbeitet, 240 m² als 5S BSP Platte in 140mm 34/19/34/19/34 mm und
320 m² als 3S BSP-Platten im 120 mm 40/40/40 mm Schichtaufbau. Die maximalen Plattenformate betrugen
3,00 m x 16,50 m.

Der zweigeschossig ausgeführte Teil wurde als Beton-Verbund Decke ausgeführt. Die Elemente bekamen werks-
seits eine obenliegende Kerve. Vor Ort wurde mit Stahl bewehrt und entsprechend aufbetoniert. Der Vorteil dieses
Vorgehens: So konnten große Spannweiten bei gleichzeitig hervorragendem Schallschutz überbrückt werden.

Ihre persönlichen Ansprechpartner im Holzbau Martin Maier (Bayern), Alexander Döhner (Baden-Württemberg Ost) und
Sebastian Früh (Baden-Württemberg West) beraten Sie gerne individuell!
 
 

 


 

Der Innenausbau: Verschiedene Holzwerkstoffe mit spezieller UV-Schutzlasur

Alles aus einem Guss

 

Optisch und funktional aus einem Guss – dies war eine wichtige Zielvorgabe bei der Planung des neuen Wein-
gartener Kinderhauses. Deshalb entschied man sich dafür, auch den Innenausbau an die vielfach sichtbaren
Konstruktionswände aus Brettsperrholz anzupassen. Um möglichst gleiche Materialien für die Vorsatzschalen
und auch für die Akustikverkleidungen zu verwenden, wurde auch hier konsequent auf Fichtenholz gesetzt.

Rund 900 m² Vorsatzschalen in den Gruppenräumen und zum Teil in den Fluren wurden mit Fichte-/Tanne
3-Schichtplatten ausgestattet. Zusätzlich wurden 850 m2 Akustikverkleidungen verbaut. Um eine optimale
Raumakustik zu gewährleisten, wurden in den Gruppen
räumen die oberen Wandflächen und in den Fluren
sämtliche Deckenverkleidungen als Leistenkonstruktionen
ausgeführt. Auch diese sind durchgehend in
Fichte gearbeitet, allerdings in astreiner Qualität, um durch die
zusätzlichen Fugen ein harmonischeres
Gesamtbild zu erwirken.


Sämtliche Oberflächen im Innenbereich – ob Brettsperrholz, Dreischichtplatte, Leistenverkleidung oder Fassaden-
element – wurden entweder auf der Baustelle oder werksseitig mit der Delta Hydrolasur 5.10 bearbeitet, um
durchgehend über alle Gewerke und die ausführenden Handwerker systematische Einheitlichkeit zu erreichen.
Die Vorteile dieser Speziallasur: Das Nachdunkeln der Holzflächen im Innenbereich wird deutlich verzögert. Durch
die speziell entwickelte Light-Care-Technologie bietet die Lasur gleich zweifachen Schutz vor UV-Strahlung:
UV-Absorber wandeln das UV-Licht in Bewegungsenergie um, ohne sich dabei zu verbrauchen; spezielle
Lichtschutz-Pigmente reflektieren die UV-Strahlung und bieten zusätzlichen Langzeitschutz.

Die Dünnschichtlasur mit natürlichem Wachsanteil konnte problemlos bei diesem sensiblen Objekt eingesetzt
werden, denn sie ist wasserverdünnbar, geruchsmild, zugelassen für Kinderspielzeug nach EN71-3 und sie
erfüllt die strengen Auflagen der Emissionsprüfung nach AgBB-Schema. Die Beschichtung ist zudem diffusions-
offen und sorgt so für ein angenehmes Wohnraumklima.

Weiterführende Informationen erhalten Sie gerne von unseren Spezialisten für Akustiksysteme Reinhold Evers
(Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland) sowie Frank Gühring (Bayern und Hessen) und von unserem
Experte für Oberflächen Michael Pfeifer
 



 

Max Bill, der Ulmer Griff
Design in großer Tradition

Max Bill, Mitbegründer der traditionsreichen Ulmer Hochschule für Gestaltung, war zweifelsfrei einer der
bedeutendsten Designpioniere der Nachkriegszeit. Eigens für die Hochschule entwarf er einen Türgriff, der
nun vom Ulmer Beschlagshersteller Griffwerk (vormals Frascio) wieder aufgelegt wurde. Griffwerk führt somit
weltweit den einzigen, lizenzierten Griff nach Max Bill.

Hierbei arbeitet das Unternehmen eng mit der max, binia und jakob bill stiftung zusammen. Die Stiftung ist
Lizenzträger des Designerbes Max Bills und wird von seinem Sohn Herrn Dr. Jakob Bill geleitet. Besondere
Herausforderung war, die Ursprünglichkeit der Form originalgetrau zu wahren und den Entwurf dennoch an
die Anforderungen zeitgenössischer Architektur und Normen anzupassen. Dies geschah über die Angliederung
des formal sehr ursprünglich belassenen Griffs an alle Beschlagskomponenten der Professional Line. So ist
der Griff nach Max Bill heute mit einer nach Klasse 4 zertifizierten Rosette für den Objektbereich als auch für
Glaschlosskästen, Wohnungseingangstüren mit Kombischutzbeschlag und in vielen weiteren Varianten erhältlich.
Ein markantes Merkmal unterscheidet den lizenzierten Griff von allen Replikaten: er weist keinerlei Knick in der
Linienführung auf. Als Zertifikat der Echtheit tragen die lizenzierten Griffe nach Max Bill by Griffwerk die Signatur
„Max Bill“ als Gravur.

Designikonen für Tür und Interieur.
 Weiterführende Informationen zum Ulmer Griff erhalten Sie gerne von unserem
Türenspezialisten
Daniel Sorg.


 

Teambild Akustik Slideshow
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